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aktualisiert am: 31.10.2011

Häufig gestellte Fragen:

Wofür wird der Patenschaftsbeitrag genau verwendet?
Der Patenschaftsbeitrag wird ausschließlich – im Gegensatz zu Spenden – für Raten zum Erwerb von Grundstücken verwendet. Er geht an ZOTO, das ist die älteste (2011: 41 Jahre!) und kompetenteste Selbsthilfeorganisation in Manila / Philippinen. ZOTO gibt den jeweiligen Betrag direkt an die Housing Company, die Grundstücke an die Slumbewohner verkauft.
Die Slumbewohner können über mehrere Jahre hinweg, mit entsprechenden Zinsen, die Grundstücke erwerben. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, sie bei den Ratenzahlungen zu unterstützen, da sie sind oft nicht dazu in der Lage, die Jahresraten aufzubringen. Wir zahlen nicht die gesamte Rate, sondern nur einen Zuschuss.

 Warum unterstützen wir den Kauf von Grundstücken?
 Slumbewohner sind unerwünscht. Wenn für die Regierung oder Stadtverwaltung aus irgend  einem Grunde die Slumbewohner im Wege sind, sei es, dass (wieder einmal) "ordentliche" Stadt angesagt ist oder, dass, wie im Fall "unserer" bat people,  Industrie angesiedelt werden soll, werden sie brutal vertrieben. Es kommt eine Hundertschaft von Polizei und vernichtet ihre Hütten, die aller Armut zu Trotz ihnen Heimat sind und Schutz.

Dieses Erlebnis der Vertreibung ist für die Menschen, besonders für die Kinder aufs höchste traumatisierend.
Aus diesem Grunde haben wir nach unserem Besuch in Manila im Winter 2002, zusammen mit ZOTO und den Leuten dort beschlossen, sie in ihrem Bestreben nach einem sicheren Platz zum Leben zu unterstützen.
"Unsere" bat people (ich betone immer "unsere", denn es gibt wahrscheinlich 200 000 bat people, wohingegen unsere bat people eine überschaubare Zahl von ca. 300 Familien sind, deren Sprecherin Liza Hermosada ist.) –  "unsere" bat people also sind mittlerweile nach Towerville umgesiedelt worden, wo sie versuchen, ein menschenwürdiges Leben aufzubauen. Sie sind dabei, in dem neuen Ort eine Infrastruktur zu entwickeln. Ein Learningcenter wurde schon gebaut und eine Krankenstation. Aktuell werden Gärten angelegt, denn Towerville soll eine grüne Stadt werden. Die Menschen wollen sich mit selbst angebautem Gemüse ernähren und wenn es möglich ist, den Überschuss auf dem Markt in Manila verkaufen, um ein wenig Geld zu verdienen. Neben den Grundstückspatenschaften sind wir in kleinem Umfang dank der Spenden und Mitgliedsbeiträge an allen diesen Projekten beteiligt: so finanzieren wir jährlich zwei Lehrkräfte, haben Computer für Schulungen finanziert; hinter der Krankenstation ist mit unserer Hilfe ein Kräutergarten entstanden und wir haben eine Spendenaktion für Gartengeräte und Saatgut ausgeschrieben.

Welche Informationen erhalten die potentiellen Paten? 
Die Paten bekommen eine philippinische Familie, die ein Grundstück erwerben möchte, von uns, dem Verein Bat People - Fledermausleute e. V. zugeteilt. Die philippinischen Familien werden von ZOTO ausgewählt und an uns vermittelt. ZOTO erstellt ein Profil der Familie, d. h. wir bekommen mitgeteilt, wie die Familie heißt, woher sie kommt, wie viele  Familienmitglieder sie hat, wie alt sie sind, welchen Beruf sie haben etc. Wir geben diese Informationen an die deutschen Paten weiter.

Welche Kontaktmöglichkeiten zur Patenfamilie gibt es?
Jedem Paten ist es freigestellt, am besten über den Verein und ZOTO, Kontakt zu "seiner" Familie aufzunehmen. Die Adressen der philippinischen Familien werden bekannt gegeben. Die deutschen Adressen bleiben auf Wunsch deutscher Patenfamilien ausschließlich bei den Vereinsunterlagen, d. h. sie werden nicht nach Manila weitergegeben.

 Wie viele Paten hat jede Patenfamilie? 
Die Grundstückspatenschaft für eine philippinische Familie beträgt 60 Euro im Jahre. Es steht jedem frei, mehrere Patenschaften für mehrere Familien zu übernehmen. Wichtig: Ich mache darauf aufmerksam, dass man zwar die Patenschaft jederzeit kündigen kann, aber dass es für den Verein und vor allem für die Familien in Towerville von Bedeutung ist, dass eine langfristigen Unterstützung bei der Ratenzahlung gewährleistet sein muss.
Wenn man sich nicht in dieser Verantwortung stellen möchte, sollte man lieber eine Spende machen. Spenden sind immer willkommen, schließlich finanzieren wir ja zwei Lehrkräfte und beteiligen uns an Projekten, wie z. B. einem Arzneikräutergarten, einer Krankenstation etc.).

 Wie lange dauert es, bis man eine Patenfamilie bekommt?
Der Verein hat sogenannte Vereinspatenschaften. Auf diese Weise können wir umgehend Patenschaften vergeben.
Wir haben diese Vereinpatenschaften, weil das philippinische Procedere der Auswahl der philippinischen Begünstigten-Familien sehr aufwändig und zeitintensiv ist.
Allerdings sind wir stets bemüht, Paten zu finden, damit das für Patenschaften zurück gehaltene Geld in Projekte fließen kann. 

Gibt es im Verlauf der Patenschaft aktuelle Informationen über die Patenfamilie an den Paten (Jahresbericht, Fotos etc.?)
Gibt es im Verlauf der Patenschaft aktuelle Informationen über die Arbeit des Vereins?
 
Diese beiden Fragen möchte ich zusammenfassen: Die deutschen Paten bekommen das Profil ihrer Familie zu Beginn der Patenschaft und können sich über ZOTO nach ihrer Familie erkundigen. Von uns kommen nur noch dann Informationen, wenn sich etwas verändert, z. B. wenn diese Familie wegzieht.
Etwa drei Mal im Jahr, je nachdem, was zu berichten ist, werden Sammelbriefe verschickt. In denen geht es z. B. über neueste Nachrichten aus Manila oder im schlimmsten Fall über (Natur-)Katastrophen, die die Menschen heimsuchen.

Mehr "Betreuung" für die deutschen Familien ist uns nicht möglich: Wir sind ein kleiner Verein mit einem aktiven Vorstand, der die gesamte Organisation alleine macht, der die Spenden verwaltete, dem Finanzamt Rede und Antwort steht (sonst wären wir nicht gemeinnützig), der jährlich Spendenquittungen verschickt, die er zuvor schreibt, ausdruckt, eintütet, bei der Post abstempelt...
Wir halten ständigen Kontakt zu ZOTO nach Manila, leisten dabei manchmal zeitaufwändige Übersetzungsarbeit, halten Verbindung zur Presse, organisieren Benefizveranstaltungen und führen sie durch...
Wir halten einmal im Jahr eine Jahresversammlung und mehrere Vorstandssitzungen ab. Wir machen alles unentgeltlich in Eigenarbeit und haben es so geschafft, die Verwaltungskosten extrem niedrig zu halten.

Es gibt viel zu tun - und das alles in unserer Freizeit, neben unserer normalen Berufstätigkeit.

 Welche Kontaktsprache zu der Patenfamilie bei Briefkontakt gibt es?
Die Kontaktsprache ist Englisch.

Kann man dem Brief ggf. kleine Sachen für die Kinder beilegen? 
Sicher kann man das, sofern die Patenfamilie kleine Kinder hat. Allerdings sollte man sich vorher kundig machen, was das Porto kostet, es kann sehr teuer werden. Außerdem kann es sein, dass eine Zoll-Deklaration nötig wird.

Gibt es die Möglichkeit von Sonderzahlungen, z. B. zu Geburtstagen der Kinder der Familie bzw. zu Weihnachten? 
Diese Sonderzahlungen würden über ZOTO laufen müssen, da die einzelnen Familien kaum über Konten verfügen. Man müsste bei ZOTO anfragen, ob sie dies Extradienste für eine Familie leisten können. ZOTO ist eine große Organisation, die sich nicht nur um unsere wenigen bat people kümmert, sondern viele Projekte für die Armen betreut. Sie arbeiten auch mit Misereor, Brot für die Welt u.a. zusammen. 

Vom Verein aus werden immer wieder Sonderaktionen gestartet, die nicht einzelnen, sondern der Allgemeinheit zu Gute kommen:
Vor zwei Jahren gab es eine Weihnachtsaktion, die vielen Kindern ein Weihnachtspäckchen bescherte, das über ZOTO verteilt wurde.
2011 haben wir eine Saatgut / Gartengeräte-Aktion laufen.

 Wie ist die Zahlung der 60 Euro für die Patenschaft zu leisten?
Ist der Beginn einer Patenschaft im laufenden Jahr möglich?
 
Nachdem wir Vereinspatenschaften haben, ist der Beginn einer Patenschaft zu jeder Zeit möglich.
Die Patenschaftsbeträge  werden im Lastschriftverfahren eingezogen. In der Regel am Beginn jeden Jahres, meistens im Februar / März.

Die Beträge werden dann umgehend nach Manila überwiesen  - ein Mal im Jahr. Wir überweisen prinzipiell nur ein Mal, um Überweisungsgebühren zu sparen. Es ist unser Anliegen, Spenden nicht für Verwaltungskosten zu verwenden, sondern möglichst vollständig den Fledermausleuten zukommen zu lassen.