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aktualisiert am: 31.10.2011

 1999    2000    2001    2002    2003    2004    2005    2006      Der Vorstand:

Dokumentation über Entstehung, Arbeit und Ziele des
Vereins Bat People – Fledermausleute e. V. 
       

1999   Durch den Fernsehfilm „Philippinen – Land der verlorenen Träume“ von Petra Schulz werden wir auf das Elend der  Fledermausleute – Slumbewohner, die unter Brücken hängend und an verseuchten Flüssen hausen – in Manila aufmerksam.

Artikel 1 der Menschenrechte:

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Unser Ziel ist, einen kleinen Beitrag zur Erlangung von Menschenwürde zu leisten – unsere Vision ist Hilfe zur Selbsthilfe – Almosen geben lehnen wir konsequent ab.

Es entstanden erste Kontakte zu der Filmemacherin Petra Schulz. Über sie bekamen wir Adressen in Manila, z. B. die von ZOTO (Zone One Tondo Organisation), der ältesten und kompetentesten Selbsthilfe-Organisation im Slum von Metro Manila.

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2000    Kontaktaufnahme zu ZOTO. Unser Ansprechpartner ist von nun an Butch Ablir, der 'executive director' von ZOTO.

Idee zur Gründung eines Vereins.

Gründungsversammlung am 27. Juli 2000. Der Vorstand

Der Name des künftigen Vereins: Bat People – Fledermausleute e. V.

Zulassung des Vereins und Eintragung ins Vereinsregister im Dezember 2000 – am 10.12 2000 findet die erste Vereinssitzung statt.

Erste Kontakte zur lokalen Presse.

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 2001   Spendenaufrufe in Schulen, Kirchen, Parteien und bei Kunstausstellungen, z. B. während der Ausstellung

Frieden – nur ein Wort?

in der Otto-Richter-Kunsthalle in Würzburg vom 5.5. bis 27.5.2001.

Auf Grund unserer Initiative hat Butch Ablir ein Treffen mit den Fledermausleuten organisiert, zu dem 120 Bat People gekommen sind, um – zum ersten mal in ihrem Leben – offiziell über ihre Bedürfnisse und Nöte zu sprechen. Die Slumbewohner haben vor, unter der Schirmherrschaft von ZOTO eine eigene Organisation zu gründen, um auch städtischen und staatlichen Stellen gegenüber ihre Bedürfnisse zu artikulieren.
Die Mitarbeiter von ZOTO haben das mehr als zweistündige Gespräch protokolliert, um nach einer Auswertung einen Bedürfniskatalog zu erstellen.

Kontakt zur Frau des damaligen Europabotschafters, Nikola Gazzo. Sie macht sich im Slum kundig und berichtet von erschütternder Armut, aber auch von beeindruckender Freundlichkeit und Würde der Fledermausmenschen.

  • Februar : Schulaktion in der Fachoberschule Würzburg: Schülerinnen und Schüler backen und verkaufen Kuchen und nehmen auf diese Weise 800 DM für die Bat People ein. Zeitgleich gestalten sie eine Ausstellung zu dem Thema Armut.

Über ZOTO entstehen erste Kontakte direkt zu den Fledermausleuten. Die Slumbewohner organisieren sich und wählen Sprecher. Unsere Sprecherin heißt Liza. Sie ist verantwortlich für einen Slum-Bereich von ca. 200 Familien.

Insgesamt gibt es ca. 150 000 Bat People.

  • November: Nachricht aus Manila: die Stadtverwaltung hat während eines Taifuns angefangen, die Hütten der Fledermausmenschen zu zerstören. Zwei Babys sind dabei umgekommen.

Für Care - Pakete, die auf Wunsch von ZOTO verteilt werden, organisieren wir eine 9 DM - Aktion, die eine Welle von Solidarität und Hilfsbereitschaft auslöst.

  • Am 25.12.01 fliegen die Vorstandsmitglieder Gerda Enk und Kurt Endres zu den Fledermausleuten nach Manila. Der Empfang ist überwältigend. Inmitten unvorstellbarer Armut bezaubern die Menschen durch Offenheit und Herzlichkeit.

Mehrere Tage verbringen Gerda Enk und Kurt Endres in Begleitung von ZOTO - Mitarbeitern im Slum, sammeln Eindrücke und Informationen.

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2002   Rückkehr aus Manila und Auswertung des mitgebrachten Materials.

Verstärkte E-Mail-Kontakte zu ZOTO.

Beratung über die weitere Vorgehensweise.

Idee zur Umsiedlung der Fledermausmenschen an einen sicheren Ort, wo ihre Hütten nicht mehr zerstört werden.

Da das Umsiedeln von Hunderten von Menschen und die Erschließung eines neuen Gebietes eine disziplinierte Organisation erfordert, übernimmt der Verein die Bezahlung von drei Organisatoren, die unter den Slumbewohnern ausgewählt wurden.

  • 23. März 2002: Benefizkonzert unter Leitung von Franz Peter Fischer in der Kirche in Winterhausen:

"Einmal mit Jeshua spazieren gehen“ – Annäherung an Golgatha. Ein Hörstück

Foto-Ausstellung „Reise nach Manila“ im Wachhaus in Winterhausen, gezeigt  werden Fotos von Gerda Enk und Kurt Endres

  • 6. Juli 2002 Eröffnung der Ausstellung „Reichtum“ von Gerda Enk und Thomas Reuter in der Kirche St. Johannis in Würzburg.  Zentrales Thema ist die Auseinandersetzung mit Armut – im Blickpunkt stehen die  Fledermausleute.

In Manila finden Verhandlungen mit der Stadtverwaltung statt wegen eines neuen Geländes außerhalb von Manila – in Towerville / Bulacan.

Beginn der Umsiedlung nach Bulacan. Wir bekommen eine Fotodokumentation über den neuen Ort zugeschickt, er ist grün und nicht so eng wie Manila. Eine neue Stadt mit einer neuen Infrastruktur ist am Entstehen.

Zum Jahresende kommt die Idee zu Patenschaften auf: Jede Familie in Bulacan bekommt die Chance, ein kleines Grundstück von ca. 50 Quadratmeter  zu erwerben, was sich allerdings für die meisten Fledermausmenschen ohne unsere Unterstützung als illusorisch erweist. Deshalb starten wir eine Patenschaftsaktion für Grundstücke. Der Preis für eine Jahresrate: 60 Euro

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2003   11. August: Kontakt zum Rotary - Club Lohr / Marktheidenfeld:
Dia-Vortrag bei einer Zusammenkunft des Rotary - Clubs über die Fledermausmenschen. Der Rotary - Club übernimmt die Innenausstattung eines day - care - centre für Kinder und Jugendliche.

In Manila drehen die Fledermausleute mit unserer finanziellen Unterstützung einen Film über ihre Situation.

Mittlerweile leben ca. 10 000 Menschen in Bulacan.

Von Lizas ca. 200 Familien sind etwa 140 nach Bulacan gezogen.

1. Oktober: Der Präsident des Rotary - Clubs Lohr / Marktheidenfeld, Dr. Wolfgang Beier organisiert eine Benefizveranstaltung mit Pater Willigis Jäger, Benediktiner- und Zen-Mönch. Ca. 600 Leute sind in der Scherenberghalle in Gemünden anwesend. Vor dem Beginn der Hauptveranstaltung werden den Leuten die Fledermausmenschen in einem kleinen Dia-Vortrag vorgestellt.

Am Ende der Veranstaltung sind die Patenschaften auf 29 gestiegen.

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 2004 Februar: Reise des Präsidenten und des Clubmeisters des Rotary-Clubs von Lohr und Marktheidenfeld nach Manila. Sie besuchen ZOTO, Slums in Manila, die Bat People in Bulacan und einen Partner - Rotary -Club, die Rotarier vom Club „Intramuros“.

Am 12.03.04 Benefizkonzert in der Festhalle in Karbach

Der Verein Bat People – Fledermausleute e. V. finanziert für ein weiteres Jahr die drei Organisatoren, da die Aufbauarbeit in Towerville noch nicht abgeschlossen ist.

Außerdem sind wir weiterhin dringend auf Übernahme von Patenschaften angewiesen.

Am 12. Mai 2004 fand in der Stadthalle Lohr ein Vortrag von Franz Alt statt. Der Rotary-Club Marktheidenfeld ist der Veranstalter. In diesem Rahmen berichtet Gerda Enk über die Lage der Bat People. Der Erlös der Veranstaltung wird für die Bat People gespendet.

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 2005   Ein Day-Care-Center wird in Bulacan eingeweiht.

 

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 2006   22.12.2006: Bei der Weihnachtsfeier der FOS/BOS in der Franz-Oberthür-Schule Würzburg hält Gerda Enk eine mitreißende Rede, in der sie schildert, wie die Batpeople gelebt haben und was sie mit unserer Hilfe bisher erreicht haben. Der Erlös des Kuchenverkaufs sowie Spenden bei der Feier werden dem Verein zur Verfügung gestellt.

              Am 28.12.2006 fand die jährliche Mitgliederversammlung statt. Dabei wurde auch der Vorstand neu gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden alle wieder gewählt.

 

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