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aktualisiert am: 31.10.2011 |
Dokumentation
über Entstehung, Arbeit und Ziele des 1999 Durch den Fernsehfilm „Philippinen – Land der verlorenen Träume“ von Petra Schulz werden wir auf das Elend der Fledermausleute – Slumbewohner, die unter Brücken hängend und an verseuchten Flüssen hausen – in Manila aufmerksam. Artikel 1 der Menschenrechte: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen. Unser Ziel ist, einen kleinen Beitrag zur Erlangung von Menschenwürde zu leisten – unsere Vision ist Hilfe zur Selbsthilfe – Almosen geben lehnen wir konsequent ab. Es entstanden erste Kontakte zu der Filmemacherin Petra Schulz. Über sie bekamen wir Adressen in Manila, z. B. die von ZOTO (Zone One Tondo Organisation), der ältesten und kompetentesten Selbsthilfe-Organisation im Slum von Metro Manila. 2000 Kontaktaufnahme zu ZOTO. Unser Ansprechpartner ist von nun an Butch Ablir, der 'executive director' von ZOTO. Idee zur Gründung eines Vereins. Gründungsversammlung am 27. Juli 2000. Der Vorstand Der Name des künftigen Vereins: Bat People – Fledermausleute e. V. Zulassung des Vereins und Eintragung ins Vereinsregister im Dezember 2000 – am 10.12 2000 findet die erste Vereinssitzung statt. Erste Kontakte zur lokalen Presse. 2001 Spendenaufrufe in Schulen, Kirchen, Parteien und bei Kunstausstellungen, z. B. während der Ausstellung Frieden – nur ein Wort? in der Otto-Richter-Kunsthalle in Würzburg vom 5.5. bis 27.5.2001.
Auf Grund unserer Initiative hat Butch Ablir ein Treffen mit
den Fledermausleuten organisiert, zu dem 120 Bat People gekommen sind, um – zum
ersten mal in ihrem Leben – offiziell über ihre Bedürfnisse und Nöte zu
sprechen. Die Slumbewohner haben vor, unter der Schirmherrschaft von ZOTO eine
eigene Organisation zu gründen, um auch städtischen und staatlichen Stellen
gegenüber ihre Bedürfnisse zu artikulieren. Kontakt zur Frau des damaligen Europabotschafters, Nikola Gazzo. Sie macht sich im Slum kundig und berichtet von erschütternder Armut, aber auch von beeindruckender Freundlichkeit und Würde der Fledermausmenschen.
Über ZOTO entstehen erste Kontakte direkt zu den Fledermausleuten. Die Slumbewohner organisieren sich und wählen Sprecher. Unsere Sprecherin heißt Liza. Sie ist verantwortlich für einen Slum-Bereich von ca. 200 Familien. Insgesamt gibt es ca. 150 000 Bat People.
Für Care - Pakete, die auf Wunsch von ZOTO verteilt werden, organisieren wir eine 9 DM - Aktion, die eine Welle von Solidarität und Hilfsbereitschaft auslöst.
Mehrere Tage verbringen Gerda Enk und Kurt Endres in Begleitung von ZOTO - Mitarbeitern im Slum, sammeln Eindrücke und Informationen. 2002 Rückkehr aus Manila und Auswertung des mitgebrachten Materials. Verstärkte E-Mail-Kontakte zu ZOTO. Beratung über die weitere Vorgehensweise. Idee zur Umsiedlung der Fledermausmenschen an einen sicheren Ort, wo ihre Hütten nicht mehr zerstört werden. Da das Umsiedeln von Hunderten von Menschen und die Erschließung eines neuen Gebietes eine disziplinierte Organisation erfordert, übernimmt der Verein die Bezahlung von drei Organisatoren, die unter den Slumbewohnern ausgewählt wurden.
"Einmal mit Jeshua spazieren gehen“ – Annäherung an Golgatha. Ein Hörstück Foto-Ausstellung „Reise nach Manila“ im Wachhaus in Winterhausen, gezeigt werden Fotos von Gerda Enk und Kurt Endres
In Manila finden Verhandlungen mit der Stadtverwaltung statt wegen eines neuen Geländes außerhalb von Manila – in Towerville / Bulacan. Beginn der Umsiedlung nach Bulacan. Wir bekommen eine Fotodokumentation über den neuen Ort zugeschickt, er ist grün und nicht so eng wie Manila. Eine neue Stadt mit einer neuen Infrastruktur ist am Entstehen. Zum Jahresende kommt die Idee zu Patenschaften auf: Jede Familie in Bulacan bekommt die Chance, ein kleines Grundstück von ca. 50 Quadratmeter zu erwerben, was sich allerdings für die meisten Fledermausmenschen ohne unsere Unterstützung als illusorisch erweist. Deshalb starten wir eine Patenschaftsaktion für Grundstücke. Der Preis für eine Jahresrate: 60 Euro
2003 11. August: Kontakt zum Rotary - Club Lohr / Marktheidenfeld:
In Manila drehen die Fledermausleute mit unserer finanziellen Unterstützung einen Film über ihre Situation. Mittlerweile leben ca. 10 000 Menschen in Bulacan. Von Lizas ca. 200 Familien sind etwa 140 nach Bulacan gezogen. 1. Oktober: Der Präsident des Rotary - Clubs Lohr / Marktheidenfeld, Dr. Wolfgang Beier organisiert eine Benefizveranstaltung mit Pater Willigis Jäger, Benediktiner- und Zen-Mönch. Ca. 600 Leute sind in der Scherenberghalle in Gemünden anwesend. Vor dem Beginn der Hauptveranstaltung werden den Leuten die Fledermausmenschen in einem kleinen Dia-Vortrag vorgestellt. Am Ende der Veranstaltung sind die Patenschaften auf 29 gestiegen. 2004 Februar: Reise des Präsidenten und des Clubmeisters des Rotary-Clubs von Lohr und Marktheidenfeld nach Manila. Sie besuchen ZOTO, Slums in Manila, die Bat People in Bulacan und einen Partner - Rotary -Club, die Rotarier vom Club „Intramuros“. Am 12.03.04 Benefizkonzert in der Festhalle in Karbach Der Verein Bat People – Fledermausleute e. V. finanziert für ein weiteres Jahr die drei Organisatoren, da die Aufbauarbeit in Towerville noch nicht abgeschlossen ist. Außerdem sind wir weiterhin dringend auf Übernahme von Patenschaften angewiesen.
2005 Ein Day-Care-Center wird in Bulacan eingeweiht.
2006
Am 28.12.2006 fand die jährliche Mitgliederversammlung statt. Dabei wurde auch der Vorstand neu gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden alle wieder gewählt.
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